Wir über uns

Hintergrund

Ein Sechstel der Weltbevölkerung, oder 1,1 Mrd. Menschen, leben von weniger als einem Dollar pro Tag. 300 Millionen Kinder leiden an Hunger und Unterernährung, alle 5 Sekunden stirbt eines von ihnen an den Folgeerscheinungen. Etwa 60% der Stadtbewohner der Entwicklungsländer in Südasien, Südamerika und Afrika leben in Slums, meistens ohne Wasser, Strom und Sanitäre Anlage und in ständiger Unsicherheit - Zahlen und Fakten, deren Ausmasse für uns nur schwer auszumalen sind, Lebensumstände und Schicksale, die wir uns nur schwer vorstellen können.

Der internationalen Entwicklungspolitik ist es in bisher nicht gelungen, die Lebensverhältnisse in den betroffenen Ländern entscheidend zu verbessern, geschweige denn an den Standard der industrialisierten Länder anzunähern. Der kontinuierliche Abbau der Entwicklungsetats der meisten westlichen Länder, die Exklusion der Entwicklungsländer von den Profiten des Weltmarktes sowie die sich häufenden Meldungen von Korruption und Veruntreuung in den Entwicklungsländern geben wenig Anlass für Hoffnung auf baldige Besserung der Situation. Zu dieser Hoffnungslosigkeit und Frustration gesellt sich häufig ein Legitimationsdefizit, was dazu beiträgt, dass Spendengelder mehr und mehr in Katastrophenregionen fliessen, wo die Not der leidenden Bevölkerung als auch der Erfolg der eingesetzten Mittel medienwirksam veranschaulicht werden können. Das tägliche Leiden in den Favelas Süamerikas oder den Slums Afrikas verharrt im Abseits des öffentlichen Interesses und Bewusstseins. Dabei ist die Abschaffung der Armut, wie es die von den Vereinten Nationen verabschiedeten “Millenium Development Goals“ verdeutlichen, eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit und unserer Generation – auch in einem aufgeklärten Eigeninteresse, da im Zeitalter der Globalisierung katastrophale Fehlentwicklungen in Teilen der Welt auch für andere Erdteile nicht folgenlos bleiben.

Beeinflusst durch die persönlichen Erfahrungen aus dem Studium und der aktiven Tätigkeit vor Ort wurde im Frühjahr 2005 der Verein CASA-Kibera e.V. gegründet. Der Verein richtet sich an alle, die ein Interesse an einer aktiven Verbesserung der Entwicklungshilfe und somit der Verbesserung der Lebensbedingungen der ärmsten Menschen unserer Welt haben.

Zweck

Ziel und Zweck des Vereines sind:
1. Die finanzielle und technische Förderung von ausgewählten Projekten zur Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Entwicklungsländern
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2.
Die Organisation von Veranstaltungen (Workshops, Seminare, Vorträge, etc.) zur Diskussion und Kommunikation von Themen der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Katharina Foeldi Nairobi school

Leitlinien

CASA-Kibera e.V. verfolgt bei der Förderung lokaler Projekte den Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung. Grundlegendes Prinzip ist dabei "Partizipative Entwicklung": Menschen, die von den Projekten betroffen sind, müssen in die Planungen einbezogen werden und über die Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel mitentscheiden können. Eine erfolgreiche Bekämpfung der Armut setzt die Beteiligung der Betroffenen voraus. Sie bringen das lokale Wissen und die Motivation mit, welche für einen erfolgreichen Entwicklungsweg notwendig sind.
Schwerpunkt der Förderung ist der Aufbau neuer und die Förderung bestehender lokaler Initiativen mit dem Ziel, die finanzielle Unabhängigkeit dieser Initiativen herzustellen. CASA-Kibera e.V. stellt als Bedingung zur Förderung von Projekten das Erreichen der Unabhängigkeit von externer Hilfe. Dadurch sollen Abhängigkeitsstrukturen abgebaut, Eigenverantwortung gestärkt und somit eine längerfristige Entwicklung der Initiative gesichert werden.
Der CASA-Kibera e.V. dient ausschliesslich gemeinnützigen Zwecken. Die Verwendung von Mitgliederbeiträgen und Spendengeldern darf ausschließlich dem Erreichen des Vereinszweckes dienen.