"Chill and Stay Alive Kibera" - Nairobi Kenia

10.6.2008 Aktuelle Entwicklungen im „Chill and Stay Alive“ Projekt in Kibera, Kenia

Nachdem das Jahr in Kenia leider sehr turbulent begann und die schweren Unruhen anlässlich der Wahlen dazu führten, dass das Projekt länger als vorgesehen über die Weihnachtsferien schließen musste, beruhigte sich die Lage bereits im Laufe des Februars. Seitdem sind alle Schülerinnen in das Projekt zurück gekehrt – viele von ihnen hatten die Weihnachtsferien außerhalb von Nairobi verbracht, bei Verwandten in ihren Ursprungsgemeinden im ländlichen Raum.
Wir wollen an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass glücklicherweise keine der Schülerinnen im Zuge dieser Unruhen zu Schaden gekommen ist. Auch die Ausbilderin Fr. Omoga sowie ihre zwei Kinder haben die Unruhen in Nairobi gut überstanden. Hierüber waren wir natürlich sehr erleichtert. Auch die Räumlichkeiten und Besitztümer des Projekts (Nähmaschinen, Möbel etc.) sind unversehrt geblieben. Angesichts der heftigen Auseinandersetzungen in Kibera, war dies für uns alle eine sehr erfreuliche Nachricht.
Seit Beginn diesen Jahres unterstützt CASA Kibera e.V. die Schneiderschule in Kibera, dank Ihrer Hilfe, mit 240€ monatlich. Dieses Geld fließt vor allem in die Deckung der laufenden Kosten und dient der Finanzierung folgender wichtiger Posten:

  1. Miete für die Räumlichkeiten der Gruppe

  2. Gehaltszahlung an die Ausbilderin und Projektleiterin vor Ort, Fr. Gaudensia Omoga

  3. Finanzierung eines täglichen Mittagessens für alle Schülerinnen. Dieses ist besonders für unsere HIV positiven Schülerinnen von fundamentaler Bedeutung.

Mit Hilfe einer weiteren großzügigen Spende des Inner Wheel Clubs Leverkusen-Dormagen, konnte wir vergangenen Monat 16 Schülerinnen des Projekts zu ihrer jeweiligen Zertifikatsprüfung im späten Sommer diesen Jahres (der genaue Termin ist vom zuständigen kenianischen Ministerium noch nicht bekannt gegeben worden) anmelden. Hierbei wurden neun Schülerinnen für die erste Stufe/Prüfung angemeldet, fünf Schülerinnen für die zweite Stufe und zwei Schülerinnen werden diesen Sommer ihre letzte Prüfung absolvieren und damit ihre Ausbildung beenden.
Für die zweite Hälfte des Jahres planen wir dank Ihrer Spenden weitere Investitionen in neuere Nähmaschinen, sowie in eine zusätzliche Spezialmaschine, welche aufwendige Stickereien auf Stoffe aufnähen kann. Letztere soll die Diversifizierung der von der Schneiderschule hergestellten Waren ermöglichen, indem z.B. Blusen, Taschen oder Kissenbezüge verziert werden können.
Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass das „Chill and Stay Alive“ Projekt gute Fortschritte macht und weiterhin auf eine hohe Nachfrage seitens junger Frauen aus der Umgebung stößt. Dies verdeutlicht uns die Sinnhaftigkeit des Projekts und die gute Reputation, welche dieses in seinem Umfeld genießt. Leider sind die räumlichen und personellen Kapazitäten des Projekts weiterhin begrenzt. Aus diesem Grund ist es der Schneiderschule nicht möglich, mehr als 20 Schülerinnen adäquat zu betreuen. In Planung ist daher weiterhin die Anmietung eines zusätzlichen Raumes. Dies gestaltet sich jedoch aufgrund der erwähnten Unruhen und einer hiermit zusammenhängender Zerstörung von Häusern und Räumen momentan als schwierig. Wir werden uns jedoch weiterhin hierum bemühen.

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